Die "Tierretter von Aiderbichl" wurde für den ARD Vorabend produziert. 20 Folgen, die sehr erfolgreich im Ersten liefen.
Doku-SoapSerie für den ARD Vorabend unter Federführung des Bayerischen Rundfunks 2006/2007
20 Folgen
Die Entstehungsgeschichte der neuen Doku-Serie im Ersten
Tiersendungen kommen bei den Fernsehzuschauern derzeit bestens an. Vor allem dokumentarische Sendungen haben einen riesigen Zuspruch. Hier war die ARD einmal mehr Vorreiter, wie die Erfolgsdoku „Tiger Elefant und Co“ beweist. Klar, dass man aufgrund dieser Erfolge nach weiteren Formaten suchte. Das Team von DFF und MET hatten bereits Ideen für Tiersendungen entwickelt. Als sich Andreas Reinhard vom Bayrischen Rundfunk vor diesem Hintergrund uns zu einer Konzeptentwicklung zu einer Serie aufforderte, war dies der erste Schritt auf einem kreativen Weg, der schließlich in die Serie „Die Tierretter von Aiderbichl“ münden sollte.
Eine Phase der Planung, Diskussion und Entwicklung begann. Nach einigen Monaten, im April 2006 dann die Entscheidung der ARD: ein Sendeplatz für die neue Doku-Serie „Die Tierretter von Aiderbichl“ war im Ersten gefunden und zur Verfügung gestellt worden.
Nun musste alles sehr schnell gehen, denn bereits am 11. Juli sollte die erste Folge ausgestrahlt werden.
Der Countdown begann: Zunächst wurde das Team zusammengestellt. Zunächst machten sich die drei verpflichteten Autoren daran, die Original-Protagonisten von Gut Aiderbichl im österreichischen Henndorf kennen zu lernen. Eine sensible Aufgabe, weil das Tierretterteam keine gecastete Schauspielertruppe war, sondern authentische Menschen, die mit ungeheurem Einsatz bei der Sache waren und für die TV-Doku sehr viel von sich Preis gaben.
Das Tierretter-Team unter Leitung von Gut Aiderbichl-Chef Michael Aufhauser
Auch das „Schreiben“ der Geschichten war eine besondere Herausforderung, da es sich um tatsächliche Fälle handeln musste, die in Tierdoku dargestellt werden sollten.
Das Autorenteam machte bei seiner Arbeit auf Gut Aiderbichl eine Erfahrung, die alle im Team später teilten: Alle wurden von der Atmosphäre, dem Engagement von Michael Aufhauser und seinen Mitarbeitern und nicht zuletzt von den individuellen Tierpersönlichkeiten gefangen genommen.
Nach dem die Folgen auf dem Papier entworfen waren, gingen Produktionsleiter Patrick Schmautzer und Aufnahmeleiterin Susanne Nather an die Planung. Klar, dass für ein so spannendes, hochwertiges Format beste Kamera- und Aufnahmetechnik eingesetzt wurde, und natürlich wurden zudem erstklassige Kamerateams und Realisatoren verpflichtet.
Eines war den beiden seit vielen Jahren befreundeten Produzenten Michael Mildner (MET) und Bernd Schumacher (DFF) von Anfang wichtig. „Die Stimmung, die ehrliche Arbeit der Tierretter, die berührenden Geschichten um Tiere und Menschen zu erzählen, darauf mussten sich alle Beteiligte einlassen.“
Auch darauf, dass vieles von dem Geplanten durch die Aktualität auf Gut Aiderbichl überholt wurde. Hier musste sich Projektleiterin Holde Sudenn täglich auf neue Fälle einstellen. So wurde zum Beispiel an einem Drehtag, bei dem es um eine Ziegenherde ging, plötzlich ein Kalb schwer krank. Alles wurde sofort umdisponiert, eine neue Geschichte wurde erzählt.
Als die Folgen dann gedreht waren, begann die eigentlich Arbeit am Format „Die Tierretter von Aiderbichl“. Hier war vor allem Regisseur Sylvain Welz gefordert, der gemeinsam mit den Realisatoren und Cuttern an einem ganz speziellen Stil und Look arbeitete, mit dem das neue Doku-Format auf Sendung gehen sollte.
Für die Titelmusik und den musikalischen Underscore konnte der Musiker Darius Rafat gewonnen werden, der für MET bereits mehrere erfolgreiche Titelmusiken komponiert hatte.
Es wurden mehrere Vorspann-Versionen für die Serie entwickelt. Im Vordergrund sollten die Tiere und ihre "Beschützer", die Tierretter, stehen:
Eine von vielen erprobten Versionen des Vorspanns
Diese Version rückte der finalen Version schon näher. Es wurde allerdings entschieden, die Tierretter nicht mehr so präsent in das Bild zu setzen.
Angesichts des enorm hohen Zeitdrucks war die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der ARD umso bemerkenswerter. Redaktionsleiterin Caren Toennissen, Redakteurin Katja-Bruhnke-Kircher, Assistentin Claudia Stadelmayer (alle BR) und Executive Producerin Bettina Reitz (ARD/BR) setzten sich für das Projekt ein – und gaben wertvolle und wichtige Impulse für die Entwicklung dieser Serie.
Noch bevor die letzte Folge der ersten Staffel abgedreht wurde – waren alle Beteiligten der „Tierretter von Aiderbichl“ zu einer Familie zusammengewachsen: das Team von Gut Aiderbichl, die Mannschaft von DFF und MET sowie die Redaktion der ARD. Und alle wussten: Noch waren längst nicht alle Geschichten der Tierretter erzählt.